De Gelderse Poort . Wollig weich und so sozial

Wer an Deiche denkt, hat Schafe vor Augen. Und das ist auch gut so. Als Deichschützer und Landschaftspfleger sind Schafe für den Hochwasserschutz nicht nur an Rhein und Waal im deutsch-niederländischen Grenzgebiet von enormer Bedeutung.

Schafe gehören zu den ältesten Haustieren der Welt. Mal lammfromm, mal bockig, aber immer geduldig begleiten sie uns Menschen seit rund 10.000 Jahren. Als Opferlamm, Sündenbock, Rasenmäher, Wolllieferant, Käseproduzent, Therapeut oder Kuscheltier begegnen sie uns in allen Ländern, Kulturen und Religionen. Schafe zählen bringt uns in und schwarze Exemplare um den Schlaf, wir bringen sie für uns gern ins Trockene, im Wolfspelz sind sie uns suspekt – und oft genug hauen wir sie in die Pfanne.

Begeben Sie sich mit uns im deutsch-niederländischen Grenzgebiet auf eine unterhaltsame und natürlich-kulturelle Schaf-Tour der ganz besonderen Art.

Die Exkursion wird geleitet von
Sabine Hauke und und dem Niederländer Willem Pas, Biologe und Schafzüchter.

Möglicher Reiseverlauf:

Keeken (D)
Rundgang durch den Ort, nach vorheriger Absprache ist eine Besichtigung der Kirche St. Mariä Himmelfahrt möglich, deren Baugeschichte auf romanische Ursprünge zurückgeht.

Unterhaltsam-naturkundliche Informationen klären bei einem Spaziergang  über den Rheindeich über die Bedeutung vom „Tor zum Gelderland“ für die Region auf. Der Besuch einer Schafherde stimmt uns auf das Thema unserer Tour ein.


Millingen aan de Rijn (NL)
Kurz hinter der deutsch-niederländischen Grenze gabelt sich der Rhein. In Millingen aan de Rijn wird der wasserreiche Abzweig zur Waal, die durch Nimwegen fließt und an deren Ufer die in vielerlei Hinsicht außergewöhnlichen Naturschutzentwicklungsgebiete Millingerwaard und Ooijpolder liegen. Nach rechts zweigt Richtung Arnheim der 1707 fertiggestellte Pannerdens Kanaal ab, eine sechs Kilometer lange Verbindung zu Nederrijn und Ijssel.

Bei einem Spaziergang über den Deich erfahren Sie mehr über die verkehrsreichste Wasserstraße Europas, die auf ihrem Weg nach Rotterdam und weiter zur Nordsee mehrmals den Namen ändert.

‘t Zwanenbroekje (NL)
Im privaten Naturschutzentwicklungsgebiet ´t Zwanenbroekje bei Ubbergen werden robuste Schafrassen gezüchtet.

 

Zu Fuß erkunden wir die »Schaf-Route«. Ringsum erstrecken sich Wiesen und Felder, von kleinen und großen Wasserläufen durchzogen, wo eine Seilfähre auf zupackende Fahrgäste wartet – denn sie ist handbetrieben. Persingen gilt als das kleinste Dorf der Niederlande, es besteht aus einigen Bauernhöfen und einer Kirche, die heute als Ausstellungs- und Veranstaltungsort genutzt wird.

In Ubbergen genießen wir von der Stauchmoräne aus den Blick auf die Flussniederung. Wir besichtigen die Außenanlage von De Refter, ein ehemaliges von Nonnen geleitetes Internat, das heute ein Wohnprojekt beherbergt. Von hier aus laufen wir ins Quellgebiet, wo an einigen Stellen unverkennbar Biber ihre Spuren hinterlassen haben.


TERMINE: 
für Gruppen jederzeit nach Absprache möglich. Wir erstellen auf Anfrage gern ein individuelles Angebot.

Organisatorisches: Die Anreise und Fahrt zu den einzelnen Treffpunkten erfolgt in Eigenregie der Teilnehmer mit eigenem PKW. Optional organisieren wir die Fahrt für größere Gruppen auch in einem Reisebus. Der Reiseverlauf dient lediglich als Anhaltspunkt. Je nach Interesse der Gruppe können sich die Besichtigungsorte ändern. Verpflegung und Getränke sollte jeder Teilnehmer für den eigenen Verzehr in ausreichender Menge mitbringen. Festes Schuhwerk (Wanderschuhe) und wetterangepasste Kleidung (Regen- bzw. Sonnenschutz) versteht sich von selbst!

Für die Einreise in die Niederlande sind die entsprechenden Einreisebestimmungen zu beachten und je nach Staatsbürgerschaft bei der zuständigen Botschaft bzw. beim Konsulat zu erfragen. Für Deutsche Staatsbürger gelten die vom Auswärtigen Amt veröffentlichten aktuellen Reiseinformationen.